wemmetsweiler löwen und mannheimer vogel
24. Mai 2009 - 10:58 Uhr
Ute schrieb den folgenden und hier nochmals ins Rampenlicht gezerrten Kommentar zu “esst mehr vögel”.
ich ess immer noch keine vögel, hab aber am sonntag (dem wissenszuwachs zuliebe) eine (eine!) auster verzehrt. hier die anekdote dazu:

Ein weiteres Foto findet sich hier!
der fischhändler auf dem markt in gentilly war zunächst perplex, als ich nur eine (eine!) wollte, hat sie aber rausgerückt. ich hatte mir aber auch schon eine spezielle ausgeguckt (siehe fotos in anlage) und gesagt “DIE will ich”. nach beratung mit dem kollegen hat der fischhändler beschlossen, mir dafür 30 cent abzunehmen und das war mir das allemal wert.
einen austern-öffner hatte ich tags davor schon in der wunderbaren brocanterie in der rue edouard vaillant in montreuil gekauft (das ist jetzt versteckte werbung, bildmaterial anbei)
theoretische vorarbeit (was muss man beachten, welche werkzeuge braucht man, wo ist die dünne stelle, wie ist das austernöffnen metaphorisch zu sehn) hab ich in verschiedenen interviews im rahmen des unmittelbar vorangegangenen sesshins mit zwei meiner zen-lehrer (ein belgier, eine französin…) geleistet, deren hinweise dazu führten, dass alles ziemlich einfach war (ausser der überwindung meines inneren schweinehundes, aber die möglichen traumen von vegetariern beim austernessen hatten wir auch nicht thematisiert).
naja und es ist schon kurios, womit ich meine kostbare interview-zeit in sesshins verbringe. völlig klar, wieso ich mit den koans nicht vorankomme.
aber die auster was vielleicht auch eins, ein koan mein ich…jedenfalls wurde mir klar, dass für mich kein unterschied besteht zwischen dem hühner-oder schweineschlachten in meiner jugend und dem killen der auster. wers kann, solls essen. ich mag gemüse.