100 Tage
21. April 2012 - 07:57 Uhr
In der Nacht vom 16.12. und 17.12.2011 im Kunstverein Walpodenstraße, Neubrunnenstraße 8 in Mainz: DIE ERSTE LANGE VOGEL NACHT.
Seit Mai 1997 entsteht die ursprünglich auf 100 Bilder hin konzipierte Serie „einen Vogel zu haben ist besser, als nichts zu haben”.
Das immergleiche Motiv wird wiederholt, variiert, ad absurdum geführt und wieder zurückgeschraubt. Mittlerweile auf 1238 Exemplare angewachsen, finden sich die Bilder zwischen Wien und Berlin, München und Ratingen, Mannheim und Hattingen quer über die ganze Republik verstreut. Sie waren im Kunstverein Germersheim zu sehen und letztens im Landtag des Saarlandes zu Gast.
Und nun auch mit vier Vertretern in der Ausstellung des Kunstvereins Walpodenstraße e.V. in Mainz.
War die Serie von Anfang an als ein Experiment mit der Zeit hin angelegt, aber natürlich auch als ein Versuch über das Dehnen eines Motivs in der Zeit, so wird dies jetzt in einer Aktion am 16. und 17.12.2011 nochmals in anderer Richtung hin verdichtet:
Der Artist sitzt mit seinem Werkzeug ausgerüstet bereit, um eine Nacht lang an seinen Vogel-Bildern zu arbeiten. Beginn ist irgendwann abends so gegen 23 Uhr, beendet wird die Aktion am 17.12. gegen Mittag. Kann so künstlerische Arbeit aussehen? Ist das noch Sport? Was sagt die Gewerkschaft ?
Geneigtes Publikum sollte die Möglichkeit haben, direkt auf den Schaffensprozess einzuwirken.
Zum Beispiel Wünsche äußern, auf die ggf. eingegangen wird.
Es kann die Bilder auf Wunsch aber auch direkt vor Ort zu einem Vorzugspreis erwerben und sofort mit nachhause nehmen.
Die LANGE VOGEL-NACHT geht - vielleicht - an die Grenze des Machbaren beim Machenden, an die Grenzen des bildnerisch Erträglichen beim künstlerisch geneigten Menschen.
Wobei die Verwendung eines Motivs mit einem solchen Grad an Niedlichkeit von Anfang an einherging mit der Fragestellung, ob Malerei überhaupt ein geeignetes Medium sei, sich im Hier und Jetzt glaubwürdig zu äußern und welches Motiv sich nicht so einfach daherpinseln lässt, also auch beim Machen selbst genügend Widerstand und Raum für Zweifel bietet.Kurz: Darf man Vögel malen? Kann man Vögel so malen, dass man es selbst akzeptiert?
Und was dann in der Nacht vom 16. auf den 17.12. passieren wird: let it roll!
Und nicht vergessen: JEDER SOLLTE EINEN VOGEL HABEN!
Soundtrack by Flommersfeld-Mot-Harth



Armin findet einen Ballon. Und macht ebenfalls Fotos. Und sieht meine Fotos. Oder sieht meine Fotos. Und macht dann selbst welche. Egal. Jedenfalls ist sein Ballon der Bruder meines Ballons, eindeutig zu erkennen. Beiden geht so langsam die Puste aus. Und sind trotzdem weiterhin präsent. Und werden es wohl auch bleiben.
Eine durch zufällige Begegnung angeregte Fortsetzung der RAUMKONZEPTE.

Alles Grüne muss man sich hier weiß vorstellen. (Und alles Graue grün?)
Heft Nr. 38 der Berliner Gartenzeitschrift Balkon und Garten steht unter dem Thema SCHWARZ UND WEISS. Es wurde gestaltet aus Beiträgen von: Ursula Achten Sibylle Blaumann Lisa Borscheid Sara Bouschard Harri Brill Gerd Brunzema Erika + Helmut Buttke Elisabeth Eberle Eva Engler Dirk Gebhardt Catrin Schmid-El Gendi Simone Gülde Klaus Harth Christine Kahlau Wolf Klein Kai von Kröcher Calin Kruse Leslie Kuo Jörn Lauterbach Andreas Praetsch Elly Prestegaard Gianna Schade Jo Spittler Zuzanna Skiba Johanna L. Wange Katja Windau und Rita Zepf. Der Beitrag von Cornelia Weber ist leider nur auf dem blog zu finden, aber immerhin. Das Heft erscheint in 150 Exemplaren (nummeriert) und ist für fünf Euro zu haben. Fünf Euro und man hat was für’s Leben. Liebevoll fadengeheftet. Mit leicht grün schimmerndem Streifen im Falz. Und wird vielleicht sogar zum Abo verführt! Und überhaupt die Idee, die hinter Balkon und Garten steckt! Danke an Anke Wulffen.